Die Westerntrense entwickelte sich in der Zeit, in die die Besiedlung des amerikanischen Kontinents fällt. Die Siedler und Cowboys brauchten nicht nur spezielle Pferde für ihre Zwecke, sondern auch Ausrüstung, die sich dem Bedarf anpasste. In erster Hinsicht musste sie bequem für Pferd und Reiter sein – mit der Entwicklung ihrer Reitweise, dem Westernreiten, entwickelte sich auch die Westerntrense.

In der Regel besteht eine Westerntrense aus Genickstück, zwei Backenstücken, einem Stirnriemen, der Trense und den Zügeln. Die Westerntrense ist aus robustem Leder gefertigt, das mit entsprechenden Reinigungsmitteln gepflegt werden muss, um seine Elastizität zu erhalten.


Eine einfache Westerntrense ist schlicht und ungeschmückt, um im Alltag ihrem Zweck nachkommen zu können. Sie wird in dieser Form für die alltägliche Bewegung des Pferdes verwendet, aber auch für die einfachen Disziplinen des Turniersports. Dafür wird die Westerntrense mit einem einfachen Gebiss bestückt, die sich den Bedürfnissen des Pferdemauls anpasst: Je nachdem, was für das Tier besser geeignet ist, kann sie einfach oder doppelt gebrochen oder mit Spielschlössern versehen sein.

Opulenter fällt die Westerntrense aus, wenn sie für schwierige Disziplinen gedacht ist oder der Reiter sein Pferd auf einer Show in Szene setzen will. Stirnriemen und Backenstücke der Westerntrense sind in diesem Fall mit graviertem Metall dekoriert. In der Regel wird für solches Zaumzeug keine einfache Trense mehr verwendet, sondern eine Kandare. Eine so ausgestattete Westerntrense ermöglicht dem Reiter eine feinere Kommunikation mit seinem Pferd in Situationen, in denen Hilfen schnell gegeben werden müssen – beispielsweise beim Cutting.

Die Zügel der Westerntrense sind meistens zweigeteilt – bei Reitanfängern oder Umsteigern vom englischen Stil können sie in der Anfangszeit noch miteinander verbunden werden, um mehr Sicherheit zu geben. Auch bei jungen, unerfahrenen Pferden werden gern solche Zügel für die Westerntrense verwendet, da sie dadurch nicht versehentlich abrutschen und zwischen die Beine des Tiers geraten.

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